Wie ist eine Textinterpretation aufgebaut?
Eine Textinterpretation besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Einleitung: Du nennst Titel, Autorin oder Autor, Textsorte und Erscheinungsjahr. Dazu kommt das Thema in einem Satz.
Hauptteil: Du untersuchst den Text in drei Schritten. Zuerst der Inhalt: Worum geht es, wer spricht oder erzählt? Dann die Form: Bei Gedichten sind das Strophen, Verse und Reim, bei Prosatexten Aufbau und Erzählperspektive. Schließlich die Sprache: Welche Bilder, Wiederholungen und Auffälligkeiten gibt es?
Deutung: Aus diesen Beobachtungen entwickelst du, was der Text aussagen könnte. Die Deutung zieht sich durch den Hauptteil und wird am Schluss zusammengeführt.
Schluss: Du fasst deine Deutung zusammen. Je nach Aufgabe kannst du den Text auch in einen größeren Zusammenhang stellen.
Beispiel für eine Deutung: „Das lyrische Ich beschreibt die Stadt als ‚steinernes Meer‘ (V. 3). Die Metapher verbindet Weite mit Härte und lässt die Stadt zugleich endlos und abweisend wirken.“
Die Textinterpretation ist eine von sieben Textsorten der Deutsch‒Matura. Das Gegenstück für Sachtexte ist die Textanalyse. Beides lernst du im Kurs Deutsch Oberstufe und im Deutsch Maturafokus.